Ratgeber · Google · November 2026
Google-Unternehmensprofil optimieren: die Anfragequelle, die fast alle verschenken
Was du im Google-Unternehmensprofil einstellen solltest, Schritt für Schritt und ohne Technik. Mit dem, was ich bei meinen Kunden im Profil sehe.
Folgendes: Wenn jemand bei Google nach einem Betrieb in seiner Nähe sucht, sieht er oft zuerst gar nicht die Webseiten, sondern die Karte mit ein paar Betrieben drin. Was da steht, kommt aus dem Google-Unternehmensprofil. Und genau das ist bei vielen Dienstleistern halb leer, veraltet oder nie bestätigt worden. Dabei kostet es nichts. Hier zeig ich dir Schritt für Schritt, was du einstellen solltest, ganz ohne Technikwissen.
01Warum das Profil so viel bringt
Bei Black Sun Solar, einer Solarfirma aus Köthen, die ich betreue, schau ich mir die Zahlen aus dem Profil regelmäßig an. Und da sieht man ganz gut: Über das Profil kommen deutlich mehr Leute als über die Webseite, wenn man die Suchen nach dem Firmennamen rausrechnet. Manche rufen direkt aus dem Profil an, andere planen sich eine Route.
Da muss ich aber ehrlich dazu sagen: Routen sind bei einer Solarfirma eher Neugier, zu der fährt ja keiner hin. Wichtig sind die Anrufe. Und das Profil selbst kostet keinen Cent.
02Wonach Google die Karte sortiert
Google schreibt in seiner Hilfe selbst, worauf es bei der Reihenfolge in der Karte schaut:
- Relevanz, also wie gut dein Profil zu dem passt, was jemand sucht
- Entfernung, also wie weit du vom Suchenden weg bist
- Bekanntheit, dazu zählen laut Google auch die Zahl deiner Rezensionen und wie gut sie sind
An der Entfernung kannst du nichts ändern. An den anderen beiden schon. Und kaufen kann man sich den Platz übrigens nicht, das schreibt Google auch ganz klar.
03Schritt für Schritt: dein Profil in Ordnung bringen
1. Profil öffnen und bestätigen
Am Rechner gehst du auf business.google.com und meldest dich mit dem Google-Konto an, das zu deinem Profil gehört. Dann auf „Profil bearbeiten“. Am Handy geht das in der Google-Maps-App: unten rechts auf „Unternehmen“ und dann „Profil bearbeiten“.
Ist dein Profil noch nicht bestätigt, mach das zuerst. Laut Google wird ein bestätigtes Profil eher angezeigt, und manche Änderungen gehen sonst gar nicht.
2. Der Name wie auf deinem Schild
Schreib den Namen so, wie er auch auf dem Auto oder auf der Rechnung steht. Google will genau den Namen, den du auch offline benutzt. Also nicht noch Ort und Leistungen hinten dranhängen.
3. Die richtige Kategorie
Die erste Kategorie ist deine Hauptkategorie, die ist die wichtigste. Dazu kannst du bis zu neun weitere eintragen. Nimm als Hauptkategorie die, die am genauesten beschreibt, was du hauptsächlich machst. Kategorien sind laut Google keine Schlagwörter, also nicht alles reinpacken, was irgendwie passt.
4. Einzugsgebiet, wenn du zum Kunden fährst
Viele Dienstleister fahren zum Kunden. Dann kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet eintragen, also die Städte oder Postleitzahlen, in denen du arbeitest. Google sagt dazu: so genau wie möglich. Kommen Kunden zu dir, gehört die vollständige Adresse rein.
5. Telefon, Webseite, Öffnungszeiten
Trag die Nummer ein, unter der wirklich jemand rangeht. Bis zu drei Nummern gehen. Bei der Webseite die ganze Adresse mit https vorne. Und die Öffnungszeiten pflegen, auch für Feiertage. Es nervt einfach, anzurufen und keiner ist da.
6. Die Beschreibung in deinen Worten
Du hast 750 Zeichen. Schreib rein, was du machst, für wen und wo. So, wie du es einem Kunden am Telefon erklären würdest. Keine Links, und laut Google auch nicht über Preise oder Aktionen.
7. Fotos von deiner echten Arbeit
Fotos und Videos nennt Google selbst als Tipp. Handyfotos von echten Aufträgen reichen völlig. Vorher, nachher, du mit deinem Team.
8. Auf Rezensionen antworten
Auch auf die guten. Laut Google wirkt sich das günstig aus. Kurz, freundlich, mit deinem Namen drunter. Und bei einer schlechten Rezension nie persönlich werden und keine Daten vom Kunden nennen.
Wie du überhaupt an mehr Rezensionen kommst, hab ich hier aufgeschrieben: Mehr Google-Bewertungen per QR-Code.
Google prüft Änderungen, bevor sie im Profil auftauchen. Nicht wundern, wenn es etwas dauert.
04Woran du merkst, dass es wirkt
Im Profil zeigt dir Google, wie viele Leute angerufen, eine Route geplant oder auf deine Webseite geklickt haben. Da schau ich bei meinen Kunden einmal im Monat rein. Ein Wochenwert sagt noch nichts, ein Monat schon eher.
Und am besten fragst du jeden Anrufer kurz: Wie haben Sie uns gefunden? Das hab ich Black Sun auch so empfohlen. Dann weißt du, was wirklich Anfragen bringt.
Wenn du aus Köthen oder der Gegend bist und willst, dass ich mal auf dein Profil und deine Webseite schaue: Wie ich mit Betrieben hier arbeite, steht auf meiner Seite Webdesign in Köthen. Ich kümmere mich bei meinen Kunden auch ums Google-Profil. Wann hast du eigentlich das letzte Mal in deins reingeschaut?