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Ratgeber · Anzeigen · November 2026

Google Ads für Handwerker: lohnt sich das? Was es kostet und wann es sich rechnet

Was kostet Google Ads? Wie die Kosten entstehen, wann sich Anzeigen für Handwerker rechnen und welche Fehler Geld verbrennen.

Erik Heißig am Schreibtisch bei der Arbeit am Laptop

Folgendes: Google Ads sind die Anzeigen, die bei Google ganz oben über den normalen Treffern stehen, mit „Gesponsert“ davor. Viele Handwerker haben davon gehört, aber auch ein bisschen Respekt davor, weil sie Angst haben, dass da einfach Geld verbrennt. Kann passieren, muss aber nicht. Hier erkläre ich dir, wie die Kosten entstehen, wann es sich für dich rechnet und welche Fehler du vermeiden solltest.

01Was kostet Google Ads?

Die ehrliche Antwort: so viel, wie du willst. Es gibt keinen festen Preis. Du legst selbst fest, wie viel du durchschnittlich am Tag ausgeben willst, und kannst das laut Google jederzeit anpassen.

Bei Geboten pro Klick zahlst du, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Wie viel ein Klick kostet, entscheidet eine Auktion. Laut Google zählen da dein Gebot und die Qualität deiner Anzeige. Du kannst außerdem festlegen, was dir ein Klick höchstens wert ist. Google nennt das maximales CPC-Gebot. Mehr zahlst du für einen Klick normalerweise nicht.

Kleiner Haken beim Tagesbudget

An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten deines Tagesbudgets ausgeben. Über den Monat gerechnet zahlst du laut Google aber nicht mehr als das 30,4-Fache. Tagesbudget mal 30,4 ist also deine Obergrenze im Monat. Eine Beispielrechnung mit ausgedachter Zahl:

Tagesbudget (Beispiel)
10 €
Mal
30,4
Höchstens im Monat
304 €

Und was kostet ein Klick für Handwerker?

Da nenn ich dir bewusst keine Zahl. Das hängt von der Auktion ab, also auch davon, wer in deiner Gegend noch auf dieselben Begriffe bietet, und das ändert sich ständig. Im Google-Ads-Konto zeigt dir der Keyword-Planer, was Klicks auf deine Begriffe ungefähr kosten. Da würde ich reinschauen, bevor du startest.

02Wann es sich lohnt: die Rechnung

Ob sich Anzeigen lohnen, hängt eigentlich gar nicht am Klickpreis. Sondern daran, was dich eine Anfrage kostet und was dir ein Auftrag bringt. Ausführlich hab ich das hier aufgeschrieben: Was kostet eine Anfrage? Kurz geht es so, die Zahlen sind ausgedacht und nur zum Rechnen:

Werbekosten im Monat (Beispiel)
300 €
Anfragen aus der Werbung (Beispiel)
6
Kosten je Anfrage
50 €
Davon Aufträge, wenn jede dritte zusagt
2
Kosten je Auftrag
150 €

Jetzt die Frage an dich: Bleibt dir von einem Auftrag nach Lohn und Material deutlich mehr als diese Kosten je Auftrag? Dann lohnt es sich. Wenn nicht, eher nicht.

Wann eher ja

  • Ein Auftrag ist bei dir viel wert, zum Beispiel bei Solar, Wintergarten oder Bad. Da reicht schon ein einziger Auftrag, damit sich viele Anfragen gerechnet haben
  • Du brauchst schnell Anfragen. Anzeigen laufen, sobald die Kampagne freigegeben ist. Bei den normalen Treffern braucht Google meist vier bis sechs Monate
  • Du hast Zeit für neue Kunden, der Kalender ist also nicht eh schon voll

Wann eher nicht

  • Dein Kalender ist voll. Dann zahlst du für Anfragen, die du gar nicht abarbeiten kannst
  • Deine Webseite schafft keine Anfrage. Dann bezahlst du Klicks auf eine Seite, auf der keiner weiß, wie er dich erreicht
  • Du kannst nicht zählen, was reinkommt. Dann weißt du nie, ob es sich lohnt
Nicht der Klickpreis entscheidet, sondern was dich eine Anfrage kostet und was dir ein Auftrag bringt.

03Typische Fehler, die Geld kosten

1. Nicht zählen, was reinkommt

Ohne Messung siehst du nur Klicks, aber nicht, wer danach angerufen oder geschrieben hat. Google bietet dafür selbst eine Messung an, Conversions genannt. Damit siehst du laut Google, welche Anzeigen und Begriffe zu Anfragen führen, auch zu Anrufen.

2. Das Gebiet zu groß

Du legst selbst fest, wo deine Anzeigen laufen, zum Beispiel im Umkreis um deinen Ort. Wenn du nur 30 Kilometer fährst, brauchst du keine Klicks aus ganz Deutschland. Und schau dir die Einstellung genau an: Standardmäßig erreicht Google auch Leute, die sich nur für deine Region interessieren, aber woanders sind. Wenn du streng regional arbeitest, kann laut Google die Einstellung „Präsenz“ besser passen.

3. Keine Begriffe ausschließen

Wer „Dachdecker Ausbildung“ sucht, will keinen Auftrag vergeben. Solche Suchen nimmst du mit auszuschließenden Keywords raus. Sonst zahlst du für Klicks von Leuten, die nie Kunde werden.

4. Die Anzeige führt ins Leere

Wenn jemand „Badsanierung“ sucht, sollte er auf einer Seite landen, auf der es um Badsanierung geht, mit Telefonnummer oben. Nicht auf der Startseite, wo er erst suchen muss.

5. Nach einer Woche urteilen

Ein Wochenwert sagt noch nichts, ein Monat schon eher. Lass es also ein bisschen laufen, bevor du entscheidest, aber schau regelmäßig rein.

04Selbst machen oder machen lassen?

Das Konto einrichten kannst du an sich selbst. Die Arbeit kommt danach: Begriffe pflegen, Ausschlüsse nachtragen, Anfragen zählen und jeden Monat nachrechnen. Bei mir gehören Website, Google Ads und das Zählen zusammen, und ich werte jeden Monat für dich aus, was eine Anfrage gekostet hat. Wie ich mit Handwerkern arbeite, steht auf meiner Seite Website für Handwerker.

Weißt du eigentlich, wie viele Anfragen dir deine Webseite letzten Monat gebracht hat? Und wie viel sie dich gekostet hat?